Süßstoffe fördern Übergewicht

Ein Beitrag von Niels Schulz-Ruhtenberg, Ernährungsmediziner und Gesundheitstrainer – Hamburg

 

Für eilige Leser das Wichtigste in Kürze:

Auch Süßstoffe können Übergewicht fördern, nicht über eine Insulin-Ausschüttung, sondern über eine Störung des Gehirnstoffwechsels. Essen Sie daher so wenig Süßstoffe wie möglich! Ausnahmen bestätigen die Regel, also auch hier kein Grund zur Panik.

Süßstoffe

Copyright: Niels Schulz-Ruhtenberg


Süßstoffe enthalten keine Kalorien und bewirken auch keine Insulin-Ausschüttung (auch wenn dies immer wieder behauptet wird, ein cephalischer Insulin-Reflex durch Süßstoffe ist bisher nicht nachgewiesen worden). Dies wird als vorteilhaft gewertet. Das Problem liegt auf einer anderen Ebene. Prof. Peters, ein bekannter Wissenschaftler und Leiter der Lübecker Forschergruppe “Selfish brain” beschreibt in seinem Buch “Das egoitische Gehirn”, wie Süßstoffe trotzdem den (Gehirn-) Stoffwechsel stören und Übergewicht fördern können.

Das Wirkprinzip: süßer Geschmack signalisiert dem Gehirn grundsätzlich, dass Zucker bzw. Energie aufgenommen werden. Bei Süßstoffen kommt aber keine Energie, dies deutet der Körper bzw. die entsprechenden Zentren im Gehirn als Falschsignal bzw. Täuschung. Wenn sich solche Fehlermeldungen häufen, sei das eine Notfallsituation für das Gehirn, das daraufhin den Befehl gibt, mehr zu essen, um die Versorgung von Gehirn und Körper mit Nährstoffen sicherzustellen. Bestätigt werde dieses Erklärungsmodell durch Tierversuche und Untersuchungen am Menschen. Besonders Übergewichtige leiden demnach unter einem gestörten Energie-Stoffwechsel. Mein Fazit (s.o.)

Mehr zum Thema Stoffwechsel gab es bei unserem Fibo Symposium 2014. 

Mit einem Klick gehts zum Original-Artikel, welcher für weitere Informationen außerdem einen Videobeitrag enthält.

Mit freundlicher Genehmigung von Niels Schulz-Ruhtenberg. Vielen Dank!

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