Shape-Up: Grillen 4.0

​Im eigenen Garten, an Grillplätzen oder auf dem Balkon. Egal wo, grillen macht Spaß und hat sich in den letzten Jahren zu einer absoluten Lieblingsbeschäftigung der Deutschen entwickelt. Grillen ist gesünder als das Braten in der Pfanne – denn das Fett entfällt. Trotzdem sollte man ein paar Dinge beachten, um einen gesunden umweltbewussten Genuss zu gewährleisten.​

Auch wenn Fleisch ursprünglich den Hauptanteil des Grillguts ausgemacht hat, haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen den gesundheitsbewussten Alternativen zugewendet. Abgesehen von Grillkäse und Fisch gibt es mittlerweile unzählige vegane und vegetarische Grillprodukte. Wer jedoch die Fleischvariante bevorzugt, sollte in Maßen genießen. Anstatt herkömmlicher Haltungsformen empfiehlt sich der Griff zu Biofleisch aus artgerechter Haltung, welches nachhaltig produziert wurde.

Allgemein gilt, dass gepökelte Produkte nicht auf den Grill gehören. Durch das Erhitzen können sich aus dem Nitritpökelsalz krebserregende Nitrosamine bilden. Auch sollten Käse oder andere salzige Produkte nicht in Alufolie eingewickelt werden, denn Salze lösen Aluminium und transferieren es auf das Grillgut.

Grillgemüse und Obst

Es gibt unzähliges Gemüse aber auch Obstsorten, die sich zum Grillen eignen. Fleischige und saftige Gemüsesorten wie Zucchini, Auberginen, Tomaten, Champignons, Maiskolben, Paprika, um nur einige zu nennen. Auch Kartoffeln und Zwiebeln sind sehr beliebt. Varianten gibt es unzählige, zum Beispiel kann man sich individuelle Gemüsespieße zusammenstellen. Die sind nicht nur gesund, sondern sehen auch noch sehr hübsch aus. Kartoffeln sollte man entweder in Scheiben schneiden oder vorgaren, denn sie brauchen sonst viel länger als der Rest. Einfachste Variante: Das Gemüse mit Olivenöl bestreichen und direkt auf den Grill legen. Eine geeignete Grillschale aus Edelstahl oder mit emaillierter Oberfläche bewahrt kleinere Stücke vor dem Verbrennen und hilft dabei, dass die Stücke nicht durch den Rost rutschen. Auch hier gilt: Salzen und Würzen erst nach dem Grillen. Grillobst als Dessert ist köstlich. Wer es noch nicht probiert hat, sollte es einmal versuchen. Äpfel, Bananen, Ananas und Mango entfalten ein fantastisches Aroma und versetzen einen gleich in Urlaubsstimmung.

​Das Würzen

Jegliches Grillgut sollte erst nach dem Grillen gesalzen werden. Hält man sich nicht daran, verlieren Fleisch, Fisch oder Gemüse Wasser, werden trocken und der Geschmack leidet darunter. Verhindern kann man das Austrocknen durch dünnes Bestreichen mit einem möglichst hitzestabilen Öl. Wer es gern mariniert mag, der sollte sein Grillgut am besten selbst einlegen. In handelsüblichen Marinaden sind nämlich häufig sehr viele (unnötige) Zusatzstoffe enthalten. Dazu je nach Geschmack die geeignete Marinade herstellen, das Grillgut vollständig damit bedecken und wenigstens 30 Minuten im Kühlschrank einziehen lassen. Je nach Fleisch-, Fisch- oder Gemüsesorte empfiehlt sich eine unterschiedlich lange Marinierzeit. Vor dem Grillen sollte man die Marinade abtupfen, um einer vermehrten Rauchentwicklung entgegenzuwirken.

Hygiene muss sein

Rohes Fleisch kann viele verschiedene Mikroorganismen enthalten, die Krankheiten verursachen. Salmonellen, Shigellen und E. coli Bakterien sind hier die am häufigsten vertretenen Bakterienstämme. Die gute Nachricht ist, diese Keime sterben durch den Grillvorgang ab. Um jedoch eine Übertragung der Bakterien auf die fertigen Lebensmittel zu vermeiden, müssen die Hände, sämtliches Grillbesteck, Teller, Geräte und Flächen, die mit dem rohen Fleisch in Berührung gekommen sind, ausreichend mit heißem Wasser, Spülmittel und gegebenenfalls mit einem geeigneten Desinfektionsmittel gesäubert werden.

Vielleicht probiert ihr ja mal den ein oder anderen Tipp zu einem gesünderen nachhaltigeren Grillen aus. Euer Körper wird sich freuen!

Quelle: shape UP Fitness 4/20
Abbildung: Rawpixel.com / shutterstock.com

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