ShapeUp: Intervall-Fasten: “Neue” Wunder-Diät – oder was?

Ein Artikel aus dem ShapeUp-Magazin.

Nie war Abnehmen leichter als heute! Man muss nur weniger essen, und schon purzeln die Pfunde – sagt jedenfalls einer, den viele aus Funk und Fernsehen kennen. Der macht sonst Spaß-TV, meint es mit dem Abnehmen aber ernst. Und weil er auch noch einen Doktortitel trägt, ist seine Methode jetzt in aller Munde. Intervall-Fasten nennt Dr. Eckart von Hirschhausen seine regelmäßigen Ess-Pausen. Zehn Kilo habe er damit in drei Monaten abgenommen – sagt er in dem nach ihm benannten Gesundheits-Blatt. Und schon hechelt alle Welt hinterher. Dabei ist Intervall-Fasten ein alter Hut, den schon Adam und Eva trugen – notgedrungen in der Steinzeit. Was wirklich dran ist und ob es jedem nützt, wissen Fitness-Trainer und Ernährungsberater.

So viel vorweg: Fasten als Verzicht auf ungesunde Angewohnheiten schärft das Bewusstsein für alles, was dem Körper schadet oder nutzt. Fasten als Methode zum Abnehmen dagegen ist fahrlässiger bis grober Unfug. Denn inzwischen sollte jeder wissen, dass der Körper auf einen radikalen Essens-Entzug mit Gegenmaßnahmen reagiert: Senkung des Grundumsatzes, Abbau von Muskulatur, Stoffwechselstörungen und Yo-Yo-Effekt.

Alle diese Tricks hat der menschliche Organismus in den Millionen Jahren seiner Entwicklung als Überlebensstrategie gelernt. Zu Zeiten des Neandertaler gehörte Intervallfasten zur Normalität:
Hatte der Jäger ein Wild erlegt, gab es reichlich Futter, hatte er nichts getroffen, mussten er und seine Sippe hungern oder von Früchten und Beeren kärglich leben. Heute in den Zeiten von Supermärkten und Pommesbuden herrscht ständig Überfluss und bei mindestens jedem zweiten Menschen hierzulande Übergewicht.

Jetzt die Urahnen nachzuahmen und für ein paar Stunden oder einen Tag in der Woche nicht zu essen, spart automatisch Kalorien und das ganz ohne sie zu zählen. Wer dadurch weniger Mahlzeiten zu sich nimmt, reduziert seine Energiezufuhr – je nach Fasten-Intervall – zwischen 2500 und 5000 Kalorien in der Woche und verliert so 200 bis 500 Gramm an Gewicht. Fragt sich nur, was der Intervallfaster dabei abnimmt: Wasser, Muskel oder Fett?

Um seinen Eigenbedarf an Energie Grundumsatz zu decken, verzehrt der Körper nämlich zu allererst seine Kohlenhydratvorräte. Die lagert der Körper in reichlich Wasser. Deshalb verliert, wer durch Nahrungsentzug abnimmt, schnell zwei Kilo. Alles nur Wasser – leider kein Fett. Dann verspeist der hungernde Körper seine Eiweiß-Vorräte – sprich Muskel. Bringt zwar auch weniger Gewicht, kostet aber Kraft und Substanz und führt schlimmstenfalls zur Herzschwäche. Ehe der clevere Körper das abbaut, was der Fastenkünstler wirklich loswerden will – das Fett – wehrt er sich mit allen Tricks seiner jahrmillionen langen Erfahrung.

Am Ende werden Dr. Hirschhausen und alle Fasten-Jünger wieder richtig Hunger kriegen. Und da Sie beim Intervall-Fasten zwar üben, wann sie essen, aber nicht was und wie viel, haben sie nichts über ihre Ernährung gelernt.

Im Fitnessstudio kennt jeder die einzig verlässliche Methode sein Gewicht zu reduzieren und es dann auch dauerhaft unter Kontrolle zu halten: Die Bilanz-Methode.
– Wer mehr isst, als er verbraucht, nimmt zu.
– Wer mehr verbraucht, als er zu sich nimmt, nimmt ab.

Und anstatt Muskeln durch Fasten und Nichtstun zu verlieren, bauen kluge Abnehmer Muskeln auf, weil sie nur in ihnen die Fettpolster von Bauch und Hüften durch gezieltes Training Gramm für Gramm verbrennen können.

Mit freundlicher Genehmigung des ShapeUp-Magazins. Vielen Dank!

 

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2 Kommentare
  1. Damian
    Damian says:

    Sehe ich anders und bin aus Erfahrung auch sicher, dass der Text so nicht stimmt.
    Wenn man eine Mischung aus dem ganzen hinbekommt geht das ganz gut.

    Antworten
    • Andreas Scholz
      Andreas Scholz says:

      Moin Damian, am Ende des Tages kommt es immer auf die Gesamtkalorienzufuhr an. Für einige Menschen ist es mit 16:8 einfacher. Für andere nicht. Eine gute Kombination wäre 2 IF oder AF Tage die Woche. Gruß Andreas

      Antworten

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