Shape Up Online: Gut versorgt ist halb gewonnen

Gut versorgt ist halb gewonnen

Etliche Prozesse, die im Körper ablaufen, bedürfen der Unterstützung durch Vitamine. Wer gut mit den Vitalstoffen versorgt ist, hat in Sachen sportliche, körperliche und mentale Leistungskraft beste Perspektiven. Dabei sind einige Vitamine für das weibliche Geschlecht sogar von besonderer Bedeutung.

Ja, in Sachen Vitaminzufuhr gibt es tatsächlich gewisse geschlechtsbezogene Unterschiede. Speziell wenn es um typische weibliche Befindlichkeiten wie Monatsregel, Schwangerschaft und Stillzeit, Wechseljahre, aber auch dem Streben nach gutem Aussehen geht, werden diese besonders sichtbar.

Woran mangelt es Frauen gelegentlich?

Hinweise auf mögliche Vitaminunterversorgungen bei Frau und Mann liefert die Nationale Verzehrstudie. Diese wurde allerdings erst zweimal durchgeführt, die aktuellsten Zahlen stammen daher aus 2008. Vitaminmangel besteht demnach speziell bei Folsäure (Unterversorgung: 86 Prozent Frauen vs. 79 Prozent Männer) und Vitamin D (Unterversorgung: 91 Prozent Frauen vs. 82 Prozent Männer). Bei 20 bis 50 Prozent der Bevölkerung wurde geschlechterunabhängig eine unzureichende Versorgung mit den Vitaminen B1, B12, C und E festgestellt. Auch interessant: Bei den Mineralstoffen ist eindeutig Jod der heißeste Kandidat für einen Mangel, die Unterversorgung betrug bei Frauen 57 und bei Männern 28 Prozent.

Eine mögliche Erklärung für weiblichen Vitaminmangel liefert die Ernährung. Frauen haben einen geringeren Energiebedarf als Männer und essen deshalb tendenziell weniger. Wenn die Nahrung dann nicht nährstoffreicher als die der Männer ist, entstehen Defizite logischerweise schneller – dies gilt umso mehr für Schwangerschaft und Stillzeit. Und, keine Regel ohne Ausnahmen: Bei den K-Vitaminen und Vitamin B6, die sich nach der Körpermasse beziehungsweise der Proteinzufuhr richten, ist eher der Mann im Nachteil. Im Folgenden schauen wir uns die Vitamine und deren Relevanz für Frauen einmal genauer an.

Folsäure – wichtig bei der Zellteilung und Blutbildung

Folsäure ist speziell in der Schwangerschaft ein Thema. Sie ist hier zusammen mit Jod einer der Top-Nahrungsergänzungskandidaten. Denn eine ausreichende Zufuhr beider Vitalstoffe ist bei werdenden Müttern über die Normalernährung nur schwer möglich. Wegen der zentralen Stellung des auch Folat genannten Vitamins bei Zellteilung und Blutbildung, kann eine Unterversorgung in der Frühphase der Schwangerschaft zu erheblichen Komplikationen führen: Früh- und Fehlgeburten sowie schwere Fehlbildungen des Säuglings wie der als Neuralrohrdefekt bezeichnete offene Rücken. Unabhängig von einer, am besten ärztlich verordneten, Supplementation sollten Schwangere vermehrt folatreiche Lebensmittel verzehren, um ihren Bedarf zu decken.

B-Vitamine – für eine gute Zellkultur

Bist du gelegentlich abgeschlagen, konzentrationsschwach, nervös oder reizbar? Wenn ja, könnte ein Mangel an B-Vitaminen dafür verantwortlich sein. Als Energie- und Nervensteuerelemente sind sie notwendige Bestandteile des Stoffwechsels der Zellen und tragen zum Erhalt der mentalen Leistungsfähigkeit bei. Nehmen wir zunächst Vitamin B1. Der auch Thiamin genannte Vitalstoff kurbelt die Gewinnung von Energie mächtig an. Nimmst du die Pille, besteht erhöhte Mangelgefahr. Next one: B6. Von der muskelaufbauenden und Glukose fördernden Wirkung dieses Vitamins können speziell Sportler profitieren. Vitamin B6 soll auch dazu beitragen können, das prämenstruelle Syndrom (PMS) zu mindern. Übrigens: Wegen des erhöhten Eiweißstoffwechsels ist der Bedarf bei Schwangeren erhöht. Abschließend zu B12. Laut Verzehrstudie ist etwa ein Drittel der jungen Frauen hier unterversorgt. Vitamin B12 ist besonders wichtig für die Zellteilung, in Organen mit entsprechend hoher Aktivität macht sich ein Mangel daher am ehesten bemerkbar. Das betrifft im Besonderen das Knochenmark, wo die Blutbildung stattfindet. Besonders mangelgefährdet sind schwangere Frauen, die unter Morbus Crohn leiden oder sich vegan ernähren. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Unterversorgung der werdenden Mutter kann die Entwicklung des Kindes stören und das Neuralrohrdefekt-Risiko erhöhen.

Vitamin C – vielseitig und hilfsbereit

Häufig wiederkehrende Infekte, schlechte Wundheilung, aber auch Zahnfleischbluten gelten als Warnsignale für einen Vitamin-C-Mangel. Einen solchen gilt es zu verhindern, denn Vitamin C ist in vielerlei Hinsicht hilfreich. Es unterstützt dich beim Erhalt gesunder Gefäßfunktionen und fördert die Produktion von Nervenbotenstoffen und Schilddrüsenhormonen. Auch in Sachen Bindegewebefestigkeit, Stressbewältigung, Wundheilung sowie Zell- und Augenschutz leistet es gute Dienste. Rauchst du? Dann kann eine erhöhte Vitaminzufuhr angesagt sein, denn jede Zigarette entzieht dem Körper mindestens 30 Milligramm Vitamin C. Der Vitalstoff hilft auch, mehr Eisen aufzunehmen. Sehr viele Frauen weisen gerade während starker Menstruationen und einer Schwangerschaft sowie vor den Wechseljahren einen ernstzunehmenden Eisenmangel auf. Auch Vegetarier und Veganer sind gefährdet. Schlimmstenfalls kann durch ein Eisendefizit die Herz- und Hirnfunktion beeinträchtigt werden.

Vitamin D – sonnenverwandt und schutzwillig

Vitamin D wird größtenteils durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Diese Fähigkeit lässt mit zunehmenden Lebensjahren nach, bei älteren Menschen ist eine Unterversorgung fast obligatorisch. Für Frauen kann das Vitamin bei der Brustkrebsprophylaxe nützlich sein. Auch beim Wechseljahresgespenst Osteoporose ist Vitamin D von Bedeutung, da es den Kalziumstoffwechsel mitreguliert und damit Einfluss auf den Knochenaufbau hat. Bleiben wir bei der Menopause. Da es in ihr an weiblichen Hormonen mangelt, steigt das Risiko für Gefäßerkrankungen, was Herzinfarkte oder Schlaganfälle zur Folge haben kann. Vitamin D entfaltet hier eine Schutzwirkung. Auch in den Blütejahren kann sich eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr auszahlen. Das Sonnenvitamin soll die Fruchtbarkeit unterstützen und die Entwicklung eines Bluthochdrucks ausbremsen. Aktuell wird eine hochdosierte Gabe des mit immunstimulierenden Eigenschaften ausgestatteten Vitamins von einigen Medizinern auch als Corona-Vorbeugung vorgeschlagen.

Wie nützlich ist Nahrungsergänzung?

Wer sich gesund ernährt, ist meist gut mit Vitalstoffen versorgt. In anderen Fällen oder Sondersituationen wie Schwangerschaft ist eine Zufuhr über Vitaminpräparate möglicherweise sinnvoll. Ob dies der Fall ist, sollte ärztlich abgeklärt werden. Ein Blutbild liefert Aufschluss über Mangelzustände, sodass gezielt supplementiert werden kann. Ein Zuviel an Vitaminen ist möglicherweise sogar schädlich. Beispiele: Vitamin B und C können überdosiert schädlich für die Nieren sein. Zu viel Vitamin A oder D kann zu Schwindel, Kopfschmerz und Erbrechen führen, in extremen Fällen auch zu Vergiftungen. Allzu Schlimmes ist aber zum Glück nicht zu befürchten. Es wird davon ausgegangen, dass mindestens eine dreifache Erhöhung der empfohlenen Tagesdosen vorliegen muss, um bei Vitaminen mit Gefährdungspotenzial in den Risikobereich abzugleiten.

Quelle: shape UP Ladies 2/21
Abbildung: Iryna Inshyna / shutterstock.com


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