FIBO 2016: Wissenschaft – endlich verständlich

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: Die internationale Leitmesse für Fitness- und Bodybuilding (FIBO) öffnete ihre Tore in den Kölner Messehallen. Insgesamt über 150.000 Besucher kamen in diesem Jahr, um sich über die neuesten Trends zu informieren.Produktbild Fibo Symposium neu

Auch Figurmacher® Andreas Scholz war in diesem Jahr wieder mit seinem Symposium vertreten, das mittlerweile ein fester und gut besuchter Bestandteil der Messe ist. So kamen über 200 Interessierte, um den Referenten – Profis aus Wissenschaft und Praxis – bei ihren spannenden Vorträgen zu lauschen.

Der Titel des Symposiums lautete in diesem Jahr “Wissenschaft – endlich verständlich”. Genau dies wurde von den Referenten hervorragend umgesetzt und so lieferte das Publikum ein Wechselspiel aus stillem, gebanntem Zuhören, herzlichem Lachen und tosendem Applaus.

Traditionell eröffnete der Figurmacher® persönlich das Symposium und warf auf bekannte Weise mit Riegeln und neuerdings auch kleinen Pinguinen mit motivierenden Sprüchen. Er betonte, dass es ihm ein großes Anliegen sei, das Thema Bodybuilding endlich gesellschaftfähig zu machen, denn auf eine ganz individuelle Art und Weise sei doch jeder Mensch, der sich um seinen Körper kümmert, ein Bodybuilder: eben eine Person, die ihren Körper formt.

Der erste Referent des Tages – Wolf Harwath – sprach direkt ein Thema an, welches Menschen

Wolf und Andreas

Wolf und Andreas

vieler Altersklassen und der verschiedensten, sportlichen Richtungen betrifft: Rückenschmerzen. Ja, auch die Verbesserung der körperlichen Mobilität stellt eine Form des Bodybuildings dar. Wolf Harwath erklärte anschaulich und für jeden leicht nachvollziehbar das Zusammenspiel von Stabilität und Mobilität im Rumpfbereich. Er zeigte eindrucksvoll am eigenen Beispiel, was Mobilität tatsächlich bedeuten kann und brachte so das Publikum nicht nur zum Staunen, sondern führte wohl auch einigen vor Augen, dass dieser Bereich leider häufig stark vernachlässigt wird.

Weiter ging es mit Dr. Martina Ollesch. Die Molekularbiologin referierte zum Thema “Ruiniert Süßstoff den Stoffwechel?” und sprach damit zunächst ein Thema an, das wohl einige sonst nur hinter vorgehaltener Hand erwähnen: Unseren Stuhlgang. Martina erläuterte nachvollziehbar und stets mit einem Schmunzeln im Gesicht den Einfluss von Süßstoffen auf unsere Darmflora und stellte zunächst

Martina und Andreas

Martina und Andreas

einmal eindrucksvoll deren Bedeutung für unseren Körper dar: Wusstest DU, dass es 1.000 bis 1.500 verschiedene Bakterienstämme gibt, die jeweils eine unvorstellbar große Anzahl an “Mitgliedern” haben? Würdest Du deine Darmflora, oder wie man heutzutage sagt, dein “Mikrobiom” entfernen, so würdest Du ca. 1,5 kg weniger Gewicht auf die Waage bringen. Zudem weiß man heute, dass es mehr Nervenbahnen vom Darm zum Gehirn gibt als andersherum. Allein dies sollte die Bedeutung des Darms für die Gesundheit verdeutlichen. Süßstoffe sind nun in der Lage, unsere Darmflora soweit zu beeinflussen, dass eine Insulinresistenz entstehen kann. Die möglichen Folgen: Übergewicht und ein erhöhtes Risiko, dass sich aus der Insulinresistenz die Erkrankung Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt.

Nach diesem Ausflug in den menschlichen Darm ging es weiter mit einem spannenden Vortrag von Philipp Rauscher. Philipp entführte die Zuhörer ebenfalls in eine Welt, die wohl vielen (noch ?) unbekannt ist. Sein Thema “train low – compete high” handelte von Energiegewinnung und Proteinsynthese, von “AMPK” und “mTOR”, sowie von Mitochondrien und ATP. Doch wie der Veranstaltungstitel

Philipp Rauscher

Philipp Rauscher

erahnen lässt, schaffte es Philipp tatsächlich, all diese Begriffe in eine verständliche Sprache zu übersetzen und mehr noch: Er zeigte die Zusammenhänge auf, unter welchen Umständen bzw. bei welcher Zielsetzung, welches Trainings- und Ernährungskonzept sinnvoll ist: High Carb oder Low Carb? Muskelaufbau oder Ausdauertraining? Energiedefizit oder -überschuss?

Der nächste Referent, Dr. Torsten Albers, sprach ein Thema an, das Viele betrifft – persönlich oder im Beratungsalltag mit Klienten. Im Vortrag “Warum nehme ich nicht ab? Ich esse doch so gesund…” zeigte Torsten auf, welche Faktoren die Zahl auf der Waage beeinflussen können. Er erläuterte, warum eine einst funktionierende Gewichtsreduktion plötzlich stagnieren kann und warum es ganz natürlich ist, dass

Torsten Albers

Torsten Albers

bei einer erfolgreichen Abnahme auch Muskelgewebe abgebaut wird und der Grundumsatz sinkt. Dinge, vor denen heute häufig gewarnt wird. Welchen Einfluss haben Kohlenhydrate auf die Gewichtsreduktion und welchen Stellenwert hat sportliche Aktivität?

Und dann kam Figurmacher® Andreas Scholz persönlich auf die Bühne. Er zeigte einen Ausschnitt seines Programms “Dicke Muskeln – kleines Hirn? Was wir von Bodybuildern lernen können” und brachte das Publikum einerseits zum Lachen, aber Viele auch zum Nachdenken und berührte dabei auf ganz besondere, emotionale Art. Andreas sprach in seinem Vortrag über das Thema Selbstliebe und “mentale Muskeln”. Was bedeutet es, sich selbst

Andreas Scholz

Andreas Scholz

“Gutes” zu tun? Was bedeutet es, fokussiert auf ein Ziel hinzuarbeiten, konsequent zu sein und alles dafür zu geben? Er rief dazu auf, doch öfter einmal genau das zu tun, was man selbst für richtig hält – nicht die anderen. Er sprach über seinen eigenen Weg und darüber, dass Selbstliebe nicht gleich Egoismus ist.

Emotional und herzlich ging es weiter: Der erst zum Osterfest bekannt gegebene Überraschungsgast Patric Heizmann kam. Nach einer herzlichen Begrüßung und Anmoderation durch Andreas Scholz, lieferte er einen kurze, knackige Show. Doch trotz feuerwerksartig herausgeschossener Pointen und vielen Lachern, brachte auch er die Zuhörer zum Nachdenken. Patric thematisierte unter anderem den nicht immer positiven Einfluss der Waage auf unsere Stimmung und rief dazu auf, zu überdenken, ob wir einer Zahl eine solche Macht zugestehen wollen, dass sie die auch von Andreas angesprochene Selbstliebe verringern kann. Patric regte an, genau zu beobachten, welche (Ernährungs-)Entscheidungen aus dem Kopf, und welche aus dem Bauch heraus getroffen werden und nannte als erklärtes Ziel: “Kopf und Bauch zusammenbringen!”

12924366_991037044282838_239051146681294587_nDen krönenden Abschluss bildete ein gemeinsamer Auftritt von Patric und Andreas, die gleichzeitig eine neue Folge ihrer erfolgreichen Podcast-Reihe live aufnahmen. Ob das geklappt hat erfährst Du in Kürze hier auf dieser Seite.

 

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Ein großer Dank gilt den Unterstützern des Symposiums:

Inkospor

InBody – Erfolge werden sichtbar

CardioScan

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Fitgiant

Foto 08.04.16, 13 44 26

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